Medi-Therm Kliniken GmbH & Co. KG
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Newsletter 1.07 Prostata

Liebe Leser,

In unserem regelmäßig erscheinenden Prostata Newsletter wollen wir über alles wissenswerte und neue in Bezug auf die Prostata und die allgemeine Männergesundheit informieren.

Das Biomedizinische Prostatazentrum der Klinik St. Georg wurde 1987 gegründet und hat sich von Anfang an einer sanften, nicht aggressiven Therapie von Prostataleiden verschrieben. Da die Klinik St. Georg ein integratives Therapiekonzept nicht nur für die Prostata Therapie, sondern auch für andere chronische und altersbedingte Leiden verfolgt, bot sich schon früh als Konsequenz an, sich auch um die Männergesundheit aus ganzheitlicher Sicht zu kümmern. So wurde das biomedizinische Zentrum in das Männerzentrum integriert. Damit Sie mehr über unsere Arbeit erfahren, informieren wir Sie regelmäßig nicht über sanfte, nicht aggressive Therapie Formen, sondern auch über wissenswertes zur Gesunderhaltung in primär und sekundär Prävention.

Übrigens: Für die bisher geleistete Arbeit in dieser Hinsicht wurden wir jüngst mit dem Wellvital-Siegel ausgezeichnet.

Ihr
Friedrich R. Douwes
Klinik St. Georg, Bad Aibling

 

Benigne Prostatahyperplasie (BPH) - Überblick

Was heißt BPH?
BPH ist eine Abkürzung für benigne Prostatahyperplasie, was soviel heißt wie "gutartige Vermehrung von Prostatagewebe".
Mit der Bezeichnung Benignes Prostata Syndrom (BPS) werden fachlich korrekt alle Krankheitszeichen zusammengefasst, die durch eine gutartige Vergrößerung der Prostata (BPH) bedingt werden.

Wer ist betroffen?
Die Vergrößerung der Prostata geht gehäuft mit einem höheren Lebensalter einher. Sie kann bereits ab dem 40. Lebensjahr auftreten. Bei Männern zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr ist nahezu jeder Zweite betroffen. Während bei den 60- bis 80-Jährigen bereits 75 Prozent unter Beschwerden leiden, sind es bei Männern über 80 Jahre sogar 90 Prozent.

Häufigkeit der BPH
Ca. 4 Mio. Männer sind in Deutschland betroffen

Symptomatik

  • Behinderung der Harnentleerung
  • Harnwegs- und Prostataentzündung

Schweregradeinteilung
Stadien 1-3

Komplikationen/Spätfolgen
Schädigung der Nieren bis hin zum Nierenversagen

Therapie
Symptomatisch, medikamentös, chirurgisch-operativ

Internationaler Prostata-Symptomen-Score (IPSS)
Die im IPSS-Test gestellten Fragen zu den Beschwerden helfen dem Arzt zwischen milder, mittlerer und schwerer Ausprägung der gutartigen Prostatavergrößerung zu unterscheiden. Dieser Fragebogen ist eine international verwendete und standardisierte Checkliste, mit der Urologen weltweit arbeiten. Grundsätzlich kann der Fragebogen aber keine ärztliche Diagnose ersetzen!

IPSS-Symptomfragen
Alle Angaben beziehen sich auf die letzten 4 Wochen. Mögliche Antworten: niemals, seltener als in einem von fünf Fällen (< 20%), seltener als in der Hälfte der Fälle, ungefähr in der Hälfte der Fälle (ca. 50%), in mehr als der Hälfte aller Fälle, fast immer

  1. Wie oft hatten Sie das Gefühl, dass Ihre Blase nach dem Wasserlassen nicht ganz entleert war?
  2. Wie oft mussten Sie innerhalb von 2 Stunden ein zweites Mal Wasser lassen?
  3. Wie oft mussten Sie beim Wasserlassen mehrmals aufhören und wieder neu beginnen (Harnstottern)?
  4. Wie oft hatten Sie Schwierigkeiten, das Wasserlassen hinauszuzögern?
  5. Wie oft hatten Sie einen schwachen Strahl beim Wasserlassen?
  6. Wie oft mussten Sie pressen oder sich anstrengen, um mit dem Wasserlassen zu beginnen?
  7. Wie oft sind Sie im Durchschnitt nachts aufgestanden, um Wasser zu lassen?

Auswertung (nach WHO):

  • IPSS 0-7
    Milde Symptomatik: Ihr Körper zeigt keine oder nur wenige Symptome, die auf eine gutartige Vergrößerung der Prostata hinweisen könnten. Beobachten Sie ihre Beschwerden und gehen Sie regelmäßig zu ärztlichen Vorsorgeuntersuchungen.
  • IPSS 8-19
    Mittlere Symptomatik: Ihr Körper zeigt einige Symptome, die auf eine gutartige Vergrößerung der Prostata hinweisen könnten. Suchen Sie bitte zur Abklärung der Symptome und zur Festlegung einer möglichen Therapie einen Urologen auf.
  • IPSS 20-35
    Schwere Symptomatik: Ihr Körper zeigt viele Symptome, die auf eine gutartige Vergrößerung der Prostata hinweisen. Es muss dringend therapiert werden, suchen Sie umgehend einen Urologen auf! Aber holen Sie unbedingt auch eine zweite Meinung ein, denn nicht immer muss gleich opereiert werden es gibt zahlreiche andere Behandlungsmöglichkeiten, die auch wirksam sind uns Sie von Ihrem lästigen Leiden befreien können. Wir verfügen hier über langjährige Erfahrung.

Bitte beachten Sie: Mit dieser Checkliste werden nur die Beschwerden einer gutartigen Prostatavergrößerung erfragt. Prostatakrebs im Frühstadium kann möglicherweise ohne Beschwerden verlaufen und in diesem Fall mit der IPSS-Liste nicht erfasst werden. Der Fragebogen ersetzt also keineswegs die Früherkennungsuntersuchung auf Prostatakrebs (die so genannte Vorsorgeuntersuchung).

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Anti-Androgen verbessert Prognose bei Prostata-Karzinom

Bicalutamid (Casodex) verzögert Zeit bis zur Tumorprogression/Studie bei 8000 Männern mit lokal begrenztem und lokal fortgeschrittenem Prostata-Karzinom

Für Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom steht jetzt außer der medikamentösen Kastration mit einem GnRH Analoga wie z. B Leuprorelin (Zoladex) eine weitere hormonelle oderendokrine Therapie zur Verfügung, um die Prognose des Prostata-Karzinoms zu bessern. Wird nach einer Bestrahlung mit dem Anti-Androgen Bicalutamid (Casodex®) behandelt, sinkt das Risiko, innerhalb von sieben Jahren zu sterben, im Vergleich zu Placebo um mehr als ein Drittel. Das ist ein Ergebnis der aktuellen Zwischenauswertung des EPC-Programms (Early Prostate Cancer), der mit mehr als 8000 Teilnehmern bislang größten Therapiestudie beim lokal begrenzten und lokal fortgeschrittenen Prostata-Karzinom. Die Patienten waren primär radikal operiert oder bestrahlt worden. Dann hatten sie 150 mg Bicalutamid pro Tag oder Placebo erhalten. Eine dritte Gruppe (watchful waiting) hatte ohne Vortherapie das Antiandrogen oder Placebo bekommen.

7,4 Jahre nach Beginn der Therapie starben insgesamt 23% der Karzinompatienten. Unabhängig von der angewandten Primärtherapie verlängerte sich mit Bicalutamid die Zeit bis zur Progression der Erkrankung bei den Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom. Und zwar sank das Progressionsrisiko im Vergleich zu Placebo bei den operierten Patienten um 25 Prozent, bei den bestrahlten um 44 Prozent und in der Watchful-waiting-Gruppe um 40 Prozent. Was kann man daraus ersehen, das aggresive Therapien wie Operation und Bestrahlung nicht absolut notwendig sind, dass aber eine aktive Therapie schon sinnvoll ist. Betrachtet man den Unterschied zwischen Op. und Bestrahlung, so gab es eine signifikante Verlängerung der Lebenszeit mit Bicalutamid nur bei den bestrahlten Patienten, nämlich um 35 Prozent. Daraus kann man durchaus einen Vorteil der Bestrahlung im Vergleich zur Prostatektomie ableiten. Da es auch in der Watchful-waiting-Gruppe einen Trend zu einer verbesserten Überlebensrate unter Bicalutamid gab, fühlen wir uns erneut bestätigt, dass ein transurethrale Hyperthermie, die ja zu einer Zerstörung des Krebsgewebes in der Prostata führt, ähnlich wie bei der Betsrahlung, nur, dass das gesunde Gewebe und die Funktion der Prostata weniger gestört wird, in Kombination mit Bicalutamid zu vergleichbaren Ergebnissen führt, bei deutlich weniger Nebenwirkungen. Bicalutamid (Casodex) hat im im Vergleich zur Therapie mit LHRH-Analoga deutlich weniger Nebenwirkungen. Typische unerwünschte Wirkungen einer länger dauernden Therapie von Bicalutamid sind Gynäkomastie (Brustvergrößerung) und Brustschmerzen.

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Neue Informationen zum Prostatakarzinom

Bei ansonsten gesunden Männern mit lokal begrenztem Prostatakarzinom ist eine radikale Prostatektomie oder eine Bestrahlung indiziert, meinen die meisten Urologen ist aber nur bedingt richtig wie wir meinen. Zwar führen beide Verfahren zu ähnlich guten Ergebnissen. Auf eine radikale Prostatektomie kann immer häufiger verzichtet werden, da weniger aggressive und weniger ein schneidenden und auch gefährliche Methoden zur Verfügung stehen z.B. die Strahlentherapie, die heute immer präziser und effektiver wird, da die Röntgenstrahlen wesentlich besser focusiert werden können. Die Focusierung z. B mit dem Cyberknife ist so präzise, dass das umbebende gesunde Gewebe nicht mehr geschädigt wird. Dies bedeutet auch einen erheblichen Fortschritt gegenüber der Brachytherapie, bei der ja bekanntlich Stäbchen mit Radionukliden in die Prostata implantiert werden, was nicht nur zur einer Verletzung des Prostatagewebes führt, sondern auch das gesunde Gewebe wie der Bestrahlung von außen schädigt. Noch experimentell ist die Bestrahlung mit Schwerionen und mit Protonen.

Bei fortgeschrittener Erkrankung bereits wird sofort oder verzögert eine Hormonentzugstherapie eingeleitet, entweder operativ durch Entfernung der Hoden oder medikamentös mit Hilfe von GnRH-Analoga wie Goserelin, Leuprorelin oder Buserelin. Eine weitere Möglichkeit besteht in der Androgenblockade mit Cyproteron-Acetat, Flutamid oder Bicalutamid. Eine Gestagentherapie kann mit Medroxyprogesteronacetat erfolgen. Die Hormontherapie ist vor allem als palliative Maßnahme zu betrachten und kann sehr gut mit Hyperthermie (überwärmungstherapie) ergänzt werden.

Schreitet die Krebserkrankung trotz bisheriger Therapie fort, kann eine Chemotherapie, etwa mit Mitomycin, Epirubicin oder Taxanen versucht werden.Die Therapie aber sollte möglich mit komplementären onkologischen Therapien begleitete werden. Besonders bewährt haben sich bei uns die Hyperthermie und die Vitamin C Hochdosis. Schließlich verlängert bei Patienten mit metastasiertem Prostata-Ca Zoledronsäure (Zometa) und Calciferol ein Vitamin- D Derivat die Zeit bis zum Auftreten von Skelettkomplikationen auf das Mehrfache.

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Antiandrogene schützen vielleicht vor Prostatakrebs, aber andere natürliche Stoffe auch!

Studie mit Selen und Vitamin E

Für eine medikamentöse Prävention von Prostata-Karzinomen gibt es derzeit zwei aussichtsreiche Kandidaten: Der 5-Alpha-Reduktasehemmer Finasterid (Proscar) und eine Therapie mit Vitamin E und Selen. Daten dazu wurden jetzt beim US-Urologen-Kongress in San Antonio vorgestellt.

Die beiden recht unterschiedlichen Ansätze hat Professor Ian Thompson aus San Antonio vorgestellt. Der von Thompson geleitete Prostate Cancer Prevention Trial (PCPT) mit Finasterid (Proscar) ist bereits abgeschlossen.

Die Daten wurden erst beim europäischen, dann auch beim amerikanischen Urologen-Kongress diskutiert: An der Studie nahmen knapp 19 000 Männer im Alter über 55 Jahre ohne auffällige Prostata teil, die für sieben Jahre mit Placebo oder 5 mg Finasterid (Procar) behandelt wurden. Innerhalb dieser Zeit entwickelten 18 Prozent der mit Finasterid behandelten Männer ein Prostatakarzinom, aus der Placebo-Gruppe waren es 24 Prozent.

Das bedeutet eine signifikante relative Risikoreduktion von 25 Prozent zugunsten von Finasterid. Allerdings war der Anteil höhergradiger Karzinome in der Finasterid-Gruppe höher. Thompson ist dennoch von der krebspräventiven Wirkung des Mittels überzeugt, denn die Studie hat seiner Meinung nach methodische Mängel: "Höhergradige Tumore wurden nur deshalb unter Finasterid öfter entdeckt, weil sich bei diesen Männern das Prostatavolumen als Folge der Therapie verkleinerte und damit die Diagnosewahrscheinlichkeit stieg."

Thompson konnte dies anhand mathematischer Überlegungen belegen. Er verwies zudem auf eine weitere Studie zur Chemoprävention des Prostata-Karzinoms mit dem 5-Alpha-Reduktasehemmer Dutasterid (Avodart). Ergebnisse dazu gibt es noch nicht.

Ähnliches gilt für select (Selenium and Vitamin E Cancer Prevention Trial). Die Studie startete im Juli 2001 mit der Aufnahme von 32 400 Männern. Die Randomisierung wurde im April 2004 und damit mehr als zwei Jahre vor dem geplanten Termin abgeschlossen. In der vierarmigen Studie erhalten die Teilnehmer entweder täglich 200 µg Selen, 400 mg Vitamin E, beide Substanzen kombiniert oder nur Placebo. Studienendpunkt ist die Inzidenz von Prostatakarzinomen bei einer Behandlungsdauer von bis zu zwölf Jahren.

Wie Thompson berichtete, wirken die Antioxidantien vermutlich synergistisch und beeinflussen die DNA-Reparatur, die Apoptose und den Androgenmetabolismus. In zwei Studien konnten jeweils für die Einzelsubstanzen krebsschützende Effekte nachgewiesen werden.Warum also chemische Substanzen, die in den Hormonhaushalt eingreifen, wenn es mit natürlichen Mitteln auch geht?

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Prostata-Karzinom und Cholin-PET/CT

In Deutschland hat schätzungsweise einer von 20 Männern über 40 Jahren ein Prostata-Karzinom. Jedes Jahr wird bei etwa 33 000 Männern ein Prostata-Karzinom neu diagnostiziert, und 11 000 Männer sterben jährlich an der Krebserkrankung.

Ein relativ neues Diagnoseverfahren bei Prostata-Ca ist die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) in Verbindung mit der Computer-Tomographie (CT). Die PET spürt selbst kleinste Tumorherde auf, die CT verrät, wo diese liegen. Im Gegensatz zu anderen PET-Verfahren, bei denen radioaktiver Zucker eingesetzt wird ist für die Diagnostik beim Prostat-Karzinom radioaktives Cholin besser. Da Cholin vermehr von den Prostata-Karzinom.Zellen verstoffwechselt wird.

Mit CT und Szintigraphie ist bei manchen Männern mit Verdacht auf Prostata-Ca oder Tumorrezidiv kein Tumor lokalisierbar. Für sie käme eine Cholin-PET/CT infrage. Doch die Positronen-Emissionstomographie plus Computertomographie (PET/CT) wird von der GKV in der ambulanten Diagnostik bisher nicht erstattet. Stattdessen bleibt Männern mit einem Prostata-Karzinom oft nichts anderes übrig, als zu warten, bis Tumor oder Metastasen so groß sind, dass sie mit herkömmlichen Verfahren erfasst werden können.

Steigt etwa der PSA-Wert nach einer Prostata-Karzinom-Operation wieder an, besteht Verdacht auf ein Rezidiv. Mit CT kann man einen Tumor in der operierten Region jedoch oft nicht erkennen, weil diese durch Narben verändert ist. Auch ein Lymphknotenbefall läßt sich damit häufig erst sehr spät nachweisen, da Lymphknoten unter einem Durchmesser von 10 mm als unauffällig gelten. Und mit der Skelett-Szintigraphie kann man Knochen-Metastasen erst ab einer Größe von etwa 12 bis 15 mm nachweisen, mit der Cholin-PET dagegen bereits ab 3 mm. Da bei Metastasen jedoch eine andere Therapie nötig ist als bei einem Lokalrezidiv, kann diese Untersuchung für die optimale Therapie Ausschlag gebend sein. Aber auch bei einem Lokalrezidiv muss man genau wissen wo es liegt.
Wird mit CT und Szintigraphie nichts gefunden, wird bisher einfach blind die Op-Region bestrahlt. Manchmal hat man damit Glück ähnlich dem Jäger, der mit der Schrottflinte in den Wald schieß, er kann einen Hirsch erlegen vielleicht, aber mit gleicher Wahrscheinlichkeit auch einen harmlosen Spaziergänger. Eine genaue Tumor-Ortung mit Cholin-PET/CT ermöglicht jedoch eine genaue Ortung und damit eine gezielt Therapie - mit weniger Risiken für strahlenempfindliche Regionen wie Rektum und Blase.

Von der PET/CT profitieren auch unbehandelte Männer mit hochmalignen Tumoren (Gleason-Wert über 6) und PSA-Werten über 10 ng/ml. Solche Männer haben ein hohes Risiko für Metastasen - die sich nur mit Cholin-PET/CT gut nachweisen lassen. Und es gibt Männer, bei denen bioptisch trotz hoher PSA-Werte kein Tumor gefunden wird. Bei ihnen wird bisher gewartet, bis der Tumor mit klassischen Verfahren nachweisbar ist. Eine Cholin PET/CT kann dagegen sofort Klarheit schaffen. Der Nutzen der Cholin PET/CT ist für Männer sehr groß und bei uns zum Standard geworden. Leider mit dem bitteren Beigeschmack, dass vorläufig die Kosten hierfür noch privat übernommen werden müssen von Kassenpatienten, die Privatkassen zahlen meist.

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Neue Studie aus Schweden bestätigt gängige Praxis nicht unbedingt

Die gängige Praxis und von vielen Urologen empfohlen ist es Prostata-Tumoren durch eine Operation möglichst frühzeitig zu entfernen. Im Vergleich zum Prinzip des Abwartens und Beobachtens ("Watchfull Waiting") lässt sich zwar damit die Tumor-bezogene Mortalität etwas reduzieren, hat aber auf die Überlebenszeit nur geringen Einfluss. In dieser Studie haben die Forscher aus Uppsala Zehn-Jahresdaten von knapp 700 Männern mit der Diagnose Prostata-Karzinom ausgewertet. Etwa drei Viertel der Männer hatten zum Zeitpunkt der Diagnose einen lokal begrenzten, mittelgradigen Tumor (Stadium T2, Gleason-Wert 5 bis 7).

Bei der Hälfte der Männer wurde die Prostata komplett entfernt, die anderen wurden beobachtet und bei einem Fortschreiten der Erkrankung (etwa bei Harnverhalt oder Metastasen) hormonell oder durch eine Resektion behandelt.

Das Ergebnis: Innerhalb von zehn Jahren starben 30 Männer (10 Prozent) mit initialer radikaler Prostatektomie an Prostatakrebs, in der Gruppe ohne initiale Op starben 50 Männer (15 Prozent) an der Krankheit. Dies wirkte sich aber nicht entscheidend auf die Gesamtmortalität aus (NEJM 352, 2005).
Mit initialer Op starben in zehn Jahren insgesamt 27 Prozent der Männer, mit Watchfull Waiting 32 Prozent Soll man wegen einer 5% Verbesserung den Männern wirklich eine Operation zu muten mit all den Nebenwirkungen wie ImPotenz und Inkontinenz, ganz abgesehen von der operativ bedingten Mortalität. Um einem Mann durch die Op. Zu helfen muß mann 17 Männer unnötig operieren. Ist es angesichts dieser Fakten nicht besser, die sanften Alternativen zu nutzen?

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Niedriges PSA ist kein Grund zur Beruhigung

Ein Prostatakarzinom mit niedrigem PSA-Wert ist kein harmloser Tumor. Mehr als ein Drittel der Prostatakarzinome mit einem PSA von unter 8 ng/ml haben bereits die Organgrenze durchbrochen.

In der Diskussion um den Stellenwert von PSA-Tests zum Prostatakarzinom-Screening und der Kontroverse darüber, welche Konsequenzen ein erhöhter PSA-Wert haben sollte, stellt sich auch die Frage, ob bei erkrankten Männern mit relativ niedrigem PSA nicht eine abwartende Behandlungsstrategie (watchful waiting) empfehlenswert sein könnte. Die Antwort ist nicht einfach.

Eine retrospektive Analyse der Daten aller Prostatakrebs-Patienten an der Urologischen Klinik Karlsruhe zwischen 1989 und 2002, von mehr als 1700 Patienten, vor, ergab, dass selbst bei einem PSA zwischen 2 und 4 ng/ml 38 Prozent der Patienten mindestens im Stadium T3 (Tumor durchbricht die Prostatakapsel) waren. Auch unterschied sich die Verteilung des Tumor-Gradings in den Gruppen mit relativ niedrigem PSA-Wert (unter 8 ng/ml) nicht von den Gruppen mit hohem PSA-Wert. Bei sechs Prozent der Patienten mit niedrigem PSA-Wert waren sogar bereits Lymphknoten befallen. Das heißt im Klartext, der PSA allein kann nicht darüber entscheiden, welche für den Patient optimale Therapie gewählt werden soll.

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Catechine aus Tee beugen Prostata-Krebs vor

Über einen ersten Erfolg mit Catechinen aus grünem Tee bei Patienten mit einer Prostata-Krebs-Vorstufe berichten italienische Forscher. Mit den Substanzen ließ sich die Entwicklung eines Karzinoms bei fast all diesen Patienten verhindern.

Die Daten einer Pilotstudie mit Catechinen wurden jetzt auf einem US-Krebskongress in Anaheim in den USA vorgestellt. An der Studie nahmen 62 Patienten mit einer fortgeschrittenen intra-epithelialen Prostata-Neoplasie teil. Normalerweise entwickeln innerhalb eines Jahres ein Drittel solcher Patienten ein Prostata-Karzinom.

Von den Teilnehmern erhielten 32 Männer täglich 600 mg Catechine aus grünem Tee, 30 erhielten Placebo. Catechine sind Pflanzenstoffe, die zu den Flavonoiden gehören. Die Vorsteherdrüsen wurden nach sechs und zwölf Monaten per Biopsie untersucht. Nach einem Jahr Therapie war nur ein Mann in der Gruppe mit Catechinen an einem Prostata-Karzinom erkrankt, neun waren es dagegen in der Gruppe mit Placebo. Das ist beachtlich und unterstützt uns, denn wir haben Grüner Tee-Kapseln der Fa. Euro Nutrador in unser Prostata-Gesundheits Programm einbebaut.

Die tägliche Catechin-Dosis, die in der Studie verabreicht wurde, entsprach etwa der Menge, die in zehn bis 20 Tassen grünem Tee enthalten ist. Da keiner so viel Tee trinken kann, ist die Verwendung von Grüner Tee Kapseln die logische Folge. Die Catechin-Mischung der Studie enthielt zu 50 Prozent EGCG (Epigallo-Catechingallat), Das enthalten auch die Kapseln, die wir empfehlen.

EGCG induzierte in Zellkultur-Experimenten den kontrollierten Zelltod bei Prostata-Tumor-Zellen, nicht aber bei gesunden Zellen. EGCG gibt es nur in grünem, aber nicht in schwarzem Tee - bei der Fermentation zu schwarzem Tee werden Catechine oxidiert. Wenn also Tee getrunken wird, sollte man vermehrt auf den grünen Tee ausweichen.

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