Magnetfeldtherapie macht Arthrose-Knie flott
Schwache pulsierende Magnetfelder könnten sich als zusätzliche Therapie bei Kniegelenksarthrose eignen. In einer Doppelblind-Untersuchung waren sechs Wochen lang Patienten mit Kniegelenksarthrose mit Manetfeldtherapiegeräten- oder Placebo- Geräten (wirkungslose Geräte) behandelt worden. Die Magnetfeld-Therapie reduzierte Schmerzen und verbesserte die Beweglichkeit signifikant.
71 Patienten aus Maribor in Slowenien, von denen mehr als die Hälfte bereits seit über fünf Jahren Kniegelenksbeschwerden hatten, nahmen an der Studie teil. Zwei der vier Magnetfeldgeräte waren Placebo-Systeme, die sich optisch und akustisch nicht von den Verumgeräten unterschieden (R. B. Pelka, Zeitschrift für Orthopädie 143 (2005): 544).
Bei der Verum-Therapie (mit echt funktionierenden Geräten) erhielten die Patienten sechs Wochen täglich für 16 Minuten Anwendung mit niederfrequenten elektromagnetischen Feldern und mit stufenweise ansteigenden Feldstärken von 3,4 bis 13,6 Mikrotesla. Bei der Placebo-Therapie wurden keine elektromagnetischen Felder erzeugt.
Ein positiver Nebeneffekt der echten Therapie war die Reduktion des Blutdrucks. Schmerz, Beweglichkeit und Funktionstüchtigkeit waren mit dem Knee Society Score (KSS) beurteilt worden (0 Punkte: extrem schlecht, 100 Punkte: normal). In der Placebo- Gruppe blieb der KSS-Wert etwa gleich mit 77,6 Punkten vor der Behandlung und 79,8 Punkten nach sechs Wochen. In der Verum-Gruppe kam es zu einer signifikanten Verbesserung von 80,6 auf 86,9 Punkte.
Die Schmerzintensität nahm bis zum Ende der Therapie stetig und signifikant ab, nämlich von durchschnittlich etwa 55 auf 37 Punkte auf einer numerischen Analogskala (0 Punkte: schmerzfrei; 100 Punkte: stärkster Schmerz). Zwar nahm der Schmerz auch in der Placebo-Gruppe bis zur vierten Woche ab (von 58 auf 47 Punkte), aber dann wieder allmählich an Intensität zu. Die Therapie-Effekte hatten bei der Nachuntersuchung vier Wochen nach Ende der Behandlung nachgelassen, unterschieden sich jedoch noch vom Ausgangswert. Die Effekte würden noch deutlicher sein, wenn mehr als sechs Wochen behandelt wird.
Eine Erklärung für die Wirksamkeit ist, dass elektrische Vorgänge bei der De- und Regeneration von Knochen und Knorpel beteiligt sind. Elektromagnetische Energie, wie sie von den Magnetfeldgeräten erzeugt werden, führen zu Ionenflüsse, die im Körper die Chondrozytenfunktion anregen. Es gibt noch mehr synergistische Effekte mit anderen Knorpelstimulationsmethoden z.B. Nahrungsergänzungsmittel. Zusätzlich fiel in der Verum-Gruppe dieser Studie auf, dass es auch zur Absenkung des systolischen Blutdrucks von im Mittel 136 auf 131 mmHg auf kam (Placebo: geringer Anstieg von 136 auf 139 mmHg).
Die Magnetfeldtherapie ist keine GKV-Leistung, sondern IGeL. Im Zentrum für Medical Wellnes St. Georg gibt es eine Abteilung, die verschiedene Formen der Magnetfeldtherapie anbietet.






