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Alternativmedizin hat Bewährungsprobe bestanden Zwei Langzeitstudien belegen: Patienten schätzen die Akupunktur und den Einsatz homöopathischer Medikamente |
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Leinsamen und Leinöl gegen Brustkrebs |
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Neue Behandlung für Frauen mit Ovarialsyndrom |
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Hautkrebs im Gesicht nimmt zu |
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Photodynamische Therapie bringt Hilfe |
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Neue Karriere für Statine in der Krebsprophylaxe? |
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40. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) Warum der Geist eines Kranken zählt - und sich nicht überlisten lässt |
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Prostatakrebs - was tun? |
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Mit Kombitherapie noch mehr Erfolg bei BPH |
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Die Diskussion um die Finasterid-Studie geht weiter Kann das Medikament Prostatazellen so verändern, dass es histologische Fehlurteile gibt? |
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Hormon-Ersatz trotz BPH bzw. Prostatavergrößerung |
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Antikörper verlängert Leben bei Kolonkarzinom Angiogenese-Faktor wird durch Immunglobulin Bevacizumab gehemmt/Anwendung als Erst-Linien-Therapie |
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Bortezomib verzögert Rezidiv beim Myelom-Phase-III-Zwischenergebnisse bestätigen den Erfolg |
Alternativmedizin hat Bewährungsprobe bestanden
Zwei Langzeitstudien belegen: Patienten schätzen die Akupunktur und den Einsatz homöopathischer Medikamente
Die Alternativmedizin hat ihre Wirksamkeit bewiesen: Bei Patienten mit Asthma, Migräne, Rückenleiden, Magen-Darm-Beschwerden, chronischer Sinusitis und atopischer Dermatitis war sie in zwei deutschen Langzeitstudien erfolgreich.
Das Resultat nach einer wissenschaftlicher Auswertung durch das Robert Koch-Institut (RKI): Alternativmedizinische Behandlungen brachten weniger krankengeldpflichtige Ausfallzeiten und eine nachhaltige Verbesserung des subjektiven Gesundheitszustandes der Patienten. Neben der Akupunktur gegen Kopf- und Rückenschmerzen halfen den chronisch Kranken vor allem homöopathische medikamentöse Heilverfahren, so die Auswertung des RKI.
Den größten Vertrauensbonus bei der Verordnung von Naturheilmitteln gegen Schmerzen, Erkältung, Magen- und Verdauungsstörungen, Herzkreislauf- und Schlafstörungen genießen in der Bevölkerung die Ärzte. Die Mehrheit misst ihrem Erfahrungswissen sogar eine noch größere Bedeutung zu als wissenschaftlichen Prüfungen. Die Ergebnisse zweier mehrjähriger wissenschaftlicher Alternativmedizin-Studien (Modellvorhaben) des IKK-Bundesverbandes (seit 1995) und der Betriebskrankenkassen Essen/Köln (1994 bis 1998 bzw. 1996 bis 2001) ergaben folgendes:
Der zu Behandlungsbeginn hohe Anteil an chronischen Patienten (19 Prozent) mit krankengeldpflichtigen Arbeitsunfähigkeits(AU)-Dauern nahm binnen drei bis vier Jahren auf 12 bis 13 Prozent ab. Die Zahl der AU-Tage sank durchschnittlich um mehr als 20 Prozent, von anfangs 31 bis 32 Tagen auf 23 bis 24 Tage.
Seit Mitte der 90er Jahre nutzen die Kassen das gesundheitspolitische Instrument des Modellvorhabens immer stärker, um alternative ambulante Diagnose- und Heilverfahren zu erproben. Um ihren Mitgliedern solche Verfahren erstatten zu können, die nicht im GKV-Leistungskatalog aufgeführt sind, ist die wissenschaftliche Evaluation vorgeschrieben.
Verschiedene Umfragen untermauern die wachsende Popularität alternativer Heilmethoden. Demnach wünschen sich 72 Prozent der Deutschen alternative Methoden als Ergänzung zur Schulmedizin (TK 2001); 90 Prozent, die Alternativmedizin ausprobiert haben, würden sie weiter empfehlen.
Leinsamen und Leinöl gegen Brustkrebs
Leinsamen und Leinöl enthalten Stoffe die postmenopausale Frauen vor Krebs schützen. Östrogene, die besonders für die Krebsentstehung verantwortlich sind, werden signifikant durch Leinsamen und Leinöl angesenkt.
Intensive Untersuchungen haben gezeigt, dass sich im Leinsamen natürliche Stoffe befinden, die Phytoöstrogene genannt werden und die auf die zirkulierenden Östrogenspiegel Einfluss nehmen. Leinsamen ist besonders reich an Lignan, von dem bekannt ist, dass es die Östrogenproduktion hemmt.
In einer Studie wurden bei 28 postmenopausalen Frauen zwei Krebs relevante Östrogene gemessen: Östronsulfat und Östradiol. Die Frauen erhielten entweder keinen, 5 oder 10 Gramm Leinsamen täglich zu ihrer normalen Nahrung. Die Östrogenspiegel fielen signifikant bei den Frauen ab, die Leinsamen gegessen hatten und blieb bei denen, die keines gegessen hatten stabil.
(Annual Meeting of the American Chemical Society August 29, 2001)
Neue Behandlung für Frauen mit Ovarialsyndrom
Mit dem Antidiabetikum Rosiglitazon zeichnet sich eine neue Therapie für Patientinnen mit polyzystischem Ovarialsyndrom ab. In einer Studie der Stanford-University in Kalifornien wurden 42 Frauen mit polyzystischem Ovarialsyndrom und damit verknüpfter Insulinresistenz mit diesem Antidiabetikum behandelt.
Ergebnis: Mehr als die Hälfte hatten daraufhin Ovulationen, und bei einem Drittel verminderte sich die Insulinresistenz. Hier wird deutlich, dass eine Insulinresistenz klinisch eine größere Rolle spielt als wir bisher angenommen haben, denn auch das Hormonsystem ist bei einer Insulinresistenz häufig verändert (Estradiol ist beispielsweise für die Insulinresistenz mit verantwortlich). Wir werden auf diese Zusammenhänge in unseren zukünftigen Newslettern immer wieder eingehen.
Hautkrebs im Gesicht nimmt zu
Photodynamische Therapie bringt Hilfe
In den vergangenen zehn Jahren hat Hautkrebs im Gesicht deutlich zugenommen. Mit jährlich 58 000 Neuerkrankungen gehört das Basalzellkarzinom zu den häufigsten Krebsarten in Deutschland, so die Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie in Aachen. Neue Therapieformen wie die PDT (photodynamische Therapie) können hier sehr hilfreich sein. Wenn Sie Interesse an diesem Thema haben, können Sie die Informationsschrift zur Photodynamischen Krebstherapie (PDT) bei der Klinik St. Georg anfordern. Wir schicken sie Ihnen kostenlos zu.
Neue Karriere für Statine in der Krebsprophylaxe?
Dass Statine wesentlich mehr können als nur die Cholesterinwerte senken, wird immer deutlicher. Möglicherweise schützen sie auch vor bösartigen Tumoren wie denen von Darm und Prostata.
Entwickelt wurden Statine (auch HMG-CoA-Reduktasehemmer genannt), um die Cholesterinsynthese in der Leber zu hemmen. Mittlerweile konnte gezeigt werden, dass sie auch das Risiko für Myokardinfarkte und Schlaganfälle senken können. Selbst auf anderen Gebieten scheinen sie therapeutische oder präventive Wirksamkeit zu besitzen - zum Beispiel bei der multiplen Sklerose oder eben bei verschiedenen malignen Tumoren: So wurden in einer US-amerikanisch-israelischen Studie 1.608 Patienten mit kolorektalen Karzinomen und 1.734 nach Alter, Geschlecht und ethnischer Herkunft vergleichbare Menschen ohne diese Krankheit miteinander verglichen. Die Einnahme von Statinen über mindestens fünf Jahre schien das Darmkrebsrisiko um 51 Prozent zu senken, selbst wenn andere Risikofaktoren statistisch berücksichtigt wurden. Dass der Effekt nicht mittelbar durch die Cholesterinsenkung bedingt ist, sondern auf die Statine zurückgeht, zeigte sich daran, dass Fibrate (ebenfalls Cholesterinsenker) diese Wirkung nicht hatten.
Bei der Untersuchung, die diese erstaunlichen Ergebnisse brachte, handelt es sich um eine erste epidemiologische Studie. Sie kann an sich noch keine Begründung für eine generelle, präventive Gabe von Statinen liefern, gestattet aber die Hypothese, dass Statine schützend gegen Kolonrektalkarzinome wirken. Diese Hypothese kann nun wiederum in kontrollierten Interventionsstudien überprüft werden.
Einen ganz ähnlichen Ansatz verfolgten J. Shannon und seine Kollegen. Sie befragten 47 Patienten mit einem Prostatakarzinom und 142 Kontrollpatienten mit normalen PSA-Werten nach ihrer Statineinnahme. Insgesamt verringerte sie das Risiko, an einem Prostatakarzinom zu erkranken um 56 %. Dieser Effekt war von der Dosis und der Dauer der Medikation abhängig. Auch hier, so Shannon, sind prospektive, kontrollierte Studien erforderlich, um die Kausalität dieses Zusammenhangs nachzuweisen, bevor an eine Krebsprophylaxe mit Statinen in der Praxis zu denken ist.
In Zellkulturexperimenten mit humanen Mammakarzinomzellen konnte L. Esserman zeigen, dass eine hemmende Wirkung
40. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO)
Warum der Geist eines Kranken zählt ü und sich nicht überlisten lässt
Die Medizin der Zukunft sollte das seelische Gleichgewicht der Menschen mehr als bisher in den Mittelpunkt rücken. Dann könnten Krankheiten besser vorgebeugt und schon vorhandene, körperliche Leiden besser behandelt werden. So verbessert beispielsweise eine gelungene Stressverarbeitung bei lebensbedrohlichen Krankheiten wie Krebs nicht nur die Lebensqualität, sondern
Auch in klinischen Studien wurde dieser Effekt jetzt nachgewiesen. Dabei wird eine gute seelische Begleitung durch den Arzt und Therapeuten nicht mehr nur menschlich begründet, sondern ihre Bedeutung wird von der Forschung mit immer mehr biologischen Fakten untermauert. Erkenntnisgewinne aus der Psychoneuroimmuno-Endokrinologie, einem Fachgebiet, das sich in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts etabliert hat, sind von wachsender praktischer Relevanz.
Gesundheit beginnt im Kopf. Denn dort entstehen die Emotionen, die notwendig sind, um uns dauerhaft zu einem gesundheitsbewussten Verhalten zu motivieren. Damit wird gleichzeitig das Immunsystem gestärkt, wie Dr. Friedrich Douwes, der Ärztliche Leiter der Klinik St. Georg, immer wieder betont. Wenn es gelingt, das Belohnungssystem im Gehirn durch gesunden Lebensstil zu aktivieren, können über neuroendokrinologische Rückkopplungen entscheidende Wege für ein Leben mit gesunder Ernährung, ausreichend Bewegung und ohne Süchte gelegt werden.
Der Geist hilft, aber seine Kraft ist nicht grenzenlos. Und er lässt sich nicht überlisten.
Von neun weiteren klinischen Studien, die einen lebensverlängernden Effekt psychotherapeutischer Behandlungen von Krebspatienten nachweisen sollten, brachten aber nur vier ein positives Ergebnis. Dennoch bleibt es dabei: Die positiven Emotionen und Motivationen sind günstig für den Krankheitsverlauf.
Prostatakrebs was tun?
Prostatakrebs ist der am meisten verbreitete maligne Tumor bei Männern der westlichen Nationen und steht hier in der Krebssterblichkeit ursächlich an zweiter Stelle. Epidemiologische Literaturdaten deuten darauf hin, dass Androgene und/oder Umwelteinflüsse wie die Ernährung (vor allem Fette), freie Radikale und Umweltgifte eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Prostatakrebs spielen.
Ein plausibler Zusammenhang zwischen Ernährung und Prostatakrebs besteht in oxidativem Stress. Die dabei entstehenden reaktiven Sauerstoffspezies können eine Vielzahl von prokarzinogenen Prozessen auslösen. Kürzlich veröffentlichte Studien weisen darauf hin, dass Androgene oxidativen Stress in Prostatakarzinom-Zelllinien verstärken.
Neueste Daten von Fleshner (1999) zeigen, dass der oxidative Stress auch im gutartigen Epithel von Prostatakrebs-Patienten höher ist als bei Männern ohne diese Erkrankung. Diese Tatsache bestätigt die Hypothese, dass Antioxidanzien eine wichtige Rolle bei der Hemmung der Krebsprogression spielen können. Tatsächlich ist bekannt, dass Männer mit einem Prostatakarzinom einen höheren Spiegel an freien Radikalen aufweisen.
Diet oxydative stress and prostate cancer susceptillity, J. Cancer and Metastasis Reviews 77 325~330 (1999)
Mit Kombitherapie noch mehr Erfolg bei BPH
Das Risiko, an einer fortschreitenden Prostatavergrößerung nach einer transurethralen Thermotherapie zu leiden, ist im Vergleich zu Placebo um 70 - 80 Prozent geringer.
Die Überwärmungstherapie der gutartigen Prostatavergrößerung hat sich bei uns schon lange zur Therapie von Patienten mit benigner Prostatahyperplasie (BPH) bewährt. In Kombination mit den beiden Medikamenten Finasterid und Doxazozin kann der Effekt darüber hinaus noch verbessert werden, wie die Auswertung unserer bisher behandelten Fälle gezeigt hat.
In unserer Studie wurden 347 Männer mit BPH mit einer transurethralen Thermotherapie und anschließend im Mittel ein halbes Jahr mit Proscar und Doxazosin behandelt. 87 % der Männer zeigten danach einen verbesserten Prostata-Symptom Scor (I-PSS), mit verbesserten Harnfluss, weniger Restharn und einer deutlich kleinerer Prostata. Kein Patient musste im Beobachtungszeitraum operiert werden. Im Vergleich zur reinen medikamentösen Therapie sind die Ergebnisse besser und damit langfristig auch kostengünstiger.
Die Diskussion um die Finasterid-Studie geht weiter
Kann das Medikament Prostatazellen so verändern, dass es histologische Fehlurteile gibt?
Mit Finasterid (Proscar) konnte in der PCPT-Studie bei Männern die Prostatakrebs-Rate im Vergleich zu Placebo um 25 Prozent reduziert werden. Das klingt zunächst ganz gut, ist aber mit Vorsicht zu genießen, da die Anzahl aggressiver Tumoren in der Proscargruppe höher lag als in der Placebogruppe. Möglicherweise verändert Finasterid die Prostatazellen histologisch und führt so zu Fehlurteilen bei der Tumoreinteilung.
In der von der US-Behörde NIH initiierten Studie PCPT (Prostate Cancer Prevention Trial) erhielten fast 19 000 Männer über 55 Jahre sieben Jahre lang zur Krebsprävention täglich 5 mg Finasterid (Proscarü) oder Placebo. Die Probanden hatten zu Beginn einen PSA-Wert unter 3 ng/ml und keinen Tastbefund bei der digital-rektalen Untersuchung.
Mehr als ein Jahr vor dem geplanten Ende habe das NIH die Studie vorzeitig abgebrochen, da Finasterid zwar im Vergleich zu Placebo die Prostatakrebs-Rate um knapp 25 Prozent reduzierte, aber die Anzahl aggressiver Tumore jedoch war höher als mit Placebo (6,4 versus 5,1 Prozent). Es gibt aber dennoch zurzeit keinen Grund,
Hormon-Ersatz trotz BPH bzw. Prostatavergrößerung
Auch bei Männern mit einer Hodenunterfunktion (Hypogonadismus), wie sie im fortgeschrittenen Alter auftreten kann und bei BPH (benigner Prostatahyperplasie) kann Testosteron gefahrlos eingesetzt werden - und zwar dann, wenn
Aus den uns zur Verfügung stehenden Studien gibt es bisher auch keine Hinweise darauf, dass eine Substitution vermehrt zu BPH-Symptomen führt (NEJM 350, 2004, 440). Das wäre eigentlich auch nicht zu erwarten, da (wie wir ja an anderer Stelle aufgezeigt haben) die Prostatavergrößerung eher auf Testosteronmangel zurückzuführen ist.
Natürlich müssen bei Hormonersatztherapien entsprechende Kontrollen durchgeführt werden. Dazu gehören die digitale rektale Untersuchung, eine transrektale Sonographie sowie ein PSA-Test. Diese Kontrollen sind deshalb notwendig, da die verwendeten Testosterone meist synthetisch sind und nicht bio-identisch. Wir bevorzugen bio-identische, weil sie weniger Nebenwirkungen haben.
Antikörper verlängert Leben bei Kolonkarzinom
Angiogenese-Faktor wird durch Immunglobulin Bevacizumab gehemmt / Anwendung als Erst-Linien-Therapie
Eine Hemmung der Angiogenese als Erstlinientherapie kann das Leben von krebskranken Menschen verlängern. Dass dieses Prinzip funktioniert, ist bei Patienten erstmals im vergangenen Jahr mit dem Antikörper Bevacizumab (Avastinü) belegt worden.
Der rekombinant hergestellte, humanisierte, monoklonale Antikörper Bevacizumab bindet das Protein 'vascular endothelial growth factor' (VEGF). Erst vor wenigen Monaten ist Bevacizumab in den USA als Co-Medikation zu einer Erst-Linien-Standardtherapie von Patienten mit metastasiertem, kolorektalem Karzinom zugelassen worden. Für Europa wird die Zulassung in dieser Indikation Anfang 2005 erwartet.
Patienten mit fortgeschrittenen, kolorektalen Karzinomen lebten im Durchschnitt fünf Monate länger, wenn sie als Erst-Linien-Therapie zusätzlich zur Standardbehandlung Bevacizumab erhielten. In der Multicenter-Studie der Phase III sind 815 Patienten mit zuvor unbehandeltem, metastasiertem kolorektalem Karzinom in eine Kontrollgruppe randomisiert worden, die Irinotecan, 5-Fluorouracil, Leucovorin und Placebos erhielt. In der Verumgruppe bekamen die Probanden alle zwei Wochen Bevacizumab (5 mg/kg Körpergewicht) statt der Placebos (NEJM 350, 2003, 2335).
Im Behandlungs-Arm überlebten die Probanden im Durchschnitt 20,3 Monate, im Placebo-Arm nur 15,6 Monate. Die Ansprechrate (partielle und komplette Response) betrug fast 35 Prozent unter Standardtherapie und knapp 45 Prozent bei der zusätzlichen Verabreichung von Bevacizumab.
Der Antikörper verlängerte die Dauer einer Remission um durchschnittlich 3,3 Monate im Vergleich zur Standardtherapie. Das progressionsfreie Überleben lag in der Placebogruppe im Mittel bei 6,24 Monaten, in der Verumgruppe bei fast 11 Monaten. Der Antikörper ist gut verträglich und wirkt unabhängig vom Alter der Patienten. Jeder zehnte Proband in der Verumgruppe hat eine arterielle Hypertonie entwickelt, die sich aber medikamentös gut kontrollieren ließ. Nach Expertenberichten ist das Risiko für Blutungen leicht erhöht. Es sei abzusehen, so die Experten nach Sicht der Ergebnisse, dass Tumortherapien mit neuen, zielgerichteten Substanzen wie Antikörpern gegen Wachstumsfaktoren zu multimodalen Behandlungskonzepten ergänzt werden.
Wenn man diese Ergebnisse genau betrachtet, ist man zwar geneigt, den Fortschritt anzuerkennen, aber dennoch sind die Ergebnisse aus der Sicht des Patienten jämmerlich. Was bedeutet es schon für ihn, der ja schließlich leben will, eine Verlängerung der progressionsfreien Zeit von 6,2
Hier kann ganz entscheidend das von uns praktizierte integrative Krebstherapie-Konzept helfen. Neben einer strikten Ernährungsumstellung, einer Entgiftung des Organismus sowie einer optimalen Unterstützung der Psyche, des Immun- und des Hormonsystems kann in Ergänzung zu den schulmedizinischen Methoden ganz entscheidend geholfen werden.
Bortezomib verzögert Rezidiv beim Myelom
Phase-III-Zwischenergebnisse bestätigen den Erfolg
Patienten mit einem multiplen Myelom profitieren von einer Behandlung mit dem Proteasom-Hemmer Bortezomib. Diese Ergebnisse einer Phase-II-Studie werden durch die Zwischenergebnisse einer aktuellen Phase-III-Studie bestätigt.
Bortezomib (Velcadeü) wurde in den USA innerhalb von nur vier Monaten durch die FDA (Federal Drug Administration) zugelassen. Seit kurzem steht es auch in Europa für die Therapie von Patienten zur Verfügung, die wegen eines Myeloms zuvor mindestens zweimal behandelt worden sind und bei denen auch während der letzten Behandlung die Erkrankung fortschreitet.
In einer multizentrischen Phase-II-Studie mit 202 Patienten wurde mit Bortezomib, teilweise in Kombination mit Dexamethason, eine Ansprechrate von 35 Prozent erreicht, bei 24 Prozent der behandelten Patienten stabilisierte sich die Krankheit. Diese positiven Daten werden inzwischen auch durch die Interimsanalyse einer laufenden randomisierten Phase-III-Studie bestätigt. In dieser Studie wird Bortezomib als Hochdosis-Therapie mit Dexamethason bei 669 Patienten mit refraktärem oder fortschreitendem Myelom geprüft. Bei Patienten, die mit Bortezomib behandelt wurden, kam es deutlich später zum Krankheitsrückfall als bei Patienten der Dexamethason-Gruppe.
Patienten mit Multiplem Myelom sind bisher nicht heilbar. Ziel ist daher, die krankheitsfreie Zeit zu verlängern. Gerade bei Myelompatienten ist ein ganzheitlicher Therapieansatz hilfreich. Viele von ihnen haben Krankheitsherde z. B. im Mund in Form von wurzelgefüllten Zähnen oder in Form von chronischen Verdauungsbeschwerden mit einer Fehlbesiedlung des Darmes. Diese Herde müssen erkannt und beseitigt werden. Untersuchungen mit der Elektroakkupunktur, bei uns z. B. mit dem Prognostest, führen bei der Suche nach diesen Herden schnell zum Ziel.
Wichtig ist bei Myelompatienten auch die Substitution mit Vitaminen, Spurenelementen, Mineralstoffen und anderen Nahrungsergänzungsmitteln. Die richtige Ernährung ist ebenso wichtig wie ein früher Schutz der Knochen vor dem Myelombefall z.B. durch Biphosphonate und Vitamin D3. Zur allgemeinen Unterstützung haben sich bei uns xenogene Peptide bewährt.
Mit Hilfe neuer Medikamente und Naturstoffen lässt sich die Lebenserwartung und Lebensqualität der Myelompatienten heute doch sehr wesentlich verbessern.






