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Newsletter 2.06
Zusammengestellt von Dr. med. Friedrich R. Douwes, Ärztlicher Direktor Medi-Therm Kliniken GmbH & Co. KG


Zur medikamentösen Prävention von Prostata-Ca gibt es mehrere Kandidaten

Pluspunkte für adjuvante Krebs-Therapie

Zur Bedeutung des PSA-Wertes

Hormonhemmer bei Prostatakarzinom lebensverlängernd

Bicalutamid (Casodex) verbessert Therapie bei Prostata-Ca

Intermittierende Chemotherapie bei Prostata-Krebs!
Patienten mit lokal fortgeschrittenem, hormonrefraktärem Prostata-Ca? Wöchentliche Docetaxel-Therapie plus komplementäre Therapie erfolgreich!

 
Zur medikamentösen Prävention von Prostata-Ca gibt es mehrere Kandidaten

Antiandrogene schützen vielleicht vor Prostatakrebs. Eine Studie mit Selen und Vitamin E hat gezeigt, dass Prävention helfen kann Operationen zu vermeiden.
Für eine medikamentöse Prävention von Prostata-Ca gibt es derzeit mehrere aussichtsreiche Kandidaten: die 5-Alpha-Reduktasehemmer Finasterid (Proscar) und Dutasterid (Advodart), Vitamin E und Selen. Daten dazu wurden jetzt vorgestellt. Die Studie mit Finasterid (Proscar) im Prostate Cancer Prevention Trial (PCPT) ist bereits abgeschlossen.
Die Daten wurden erst beim europäischen, dann auch beim amerikanischen Urologen-Kongress diskutiert: An der Studie nahmen knapp 19 000 Männer im Alter über 55 Jahre ohne auffällige Prostata teil, die für sieben Jahre entweder mit Placebo oder mit 5 mg Finasterid (Proscar) behandelt wurden. Innerhalb dieser Zeit entwickelten 18% der mit Finasterid behandelten Männer ein Prostatakarzinom, aus der Placebo-Gruppe waren es 24% d.h. durch Finasterid kann das Risiko ein Prostata-ca zu entwickeln um 25% gesenkt werden.

Relative Risikoreduktion durch Finasterid von 25 Prozent

Allerdings war der Anteil höhergradiger Karzinome in der Finasterid-Gruppe höher. Auch mit Dutasterid (Avodart) einem anderen und besseren 5-alpha-Reduktase-Hemmer ist eine Studie angelaufen. Ergebnisse liegen noch nicht vor. Vielleicht sind aber die Studienergebnisse mit Selen und Vitamin E so gut, dass eine Prävention mit chemischen Stoffen vielleicht überflüssig ist. Die select (Selenium and Vitamin-E Cancer Prevention Trial) Studie startete im Juli 2001 mit der Aufnahme von 32 400 Männern. Die Randomisierung wurde im April 2004 und damit mehr als zwei Jahre vor dem geplanten Termin abgeschlossen. Deshalb rechnen wir mit ersten Ergebnissen bereits im kommenden Jahr.
In der vierarmigen Studie erhielten die Teilnehmer entweder täglich 200 üg Selen, 400 mg Vitamin E, beide Substanzen kombiniert oder nur Placebo. Beobachtet werden soll die Häufigkeit des Prostata-Ca innerhalb der Behandlungsdauer von bis zu zwölf Jahren.
Die Antioxidantien die sich vermutlich synergistisch verhalten, beeinflussen die DNA-Reparatur, die Apoptose und den Androgenmetabolismus. In zwei Studien konnten bereits jeweils für die Einzelsubstanzen krebsschützende Effekte nachgewiesen werden.

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Pluspunkte für adjuvante Krebs-Therapie

Eine adjuvante Therapie mit Goserelin (Zoladex) zusätzlich zur Radiotherapie bessert die Prognose von Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom.
Das ergab eine Studie der Radiation Therapy Oncology Group (RTOG) ergeben. In die Studie wurden 977 Männer mit Prostata-Ca und mit ungünstiger Prognose (fortgeschrittenes Karzinom mit Lymphknotenbefall) aufgenommen. Sie wurden entweder bis zur Progression nur bestrahlt oder bekamen während der Radiotherapie bereits eine androgensuppressive Behandlung.
Nach einer Beobachtungszeit von im Median 7,6 Jahren betrug mit der adjuvanten Therapie mit Goserelin (Zoladexü) der Anteil der überlebenden 49 Prozent; 39 Prozent waren es mit alleiniger Radiotherapie. Das krankheitsfreie überleben der Patienten lag bei 37 Prozent mit Goserelin (Zoladex) versus 23 Prozent ohne. Fernmetastasen traten bei 24 Prozent versus 39 Prozent auf.
In einer weiteren Studie wurde belegt, dass die neoadjuvante Therapie mit Goserelin (Zoladex) über vier Monate zusätzlich zur Radiotherapie bei Prostata-Ca-Patienten mit günstigem Gleason-Wert und großen Tumoren Vorteile bringt.
Das Gesamtüberleben mit Goserelin bei einem Gleasonwert von 2 bis 6 betrug nach acht Jahren 70 Prozent im Vergleich zu 52 Prozent unter alleiniger Radiotherapie d.h. die frühe adjuvante, ablative Hormontherapie hat Vorteile und bestätigt unser Vorgehen, die transurethrale Hyperthermie über mindestens sechs Monate mit einer Hormontherapie zu kombinieren.
Weiter wurde untersucht, welchen Nutzen eine längerfristige Hormontherapie bei fortgeschrittenem Prostata-Ca hat. Die Patienten wurden nach einer Radiotherapie und Hormonbehandlung (Goserelin plus Flutamid) weitere 24 Monate mit Goserelin behandelt, oder sie erhielten keine weitere Therapie. Nach fünf Jahren ergab sich mit Goserelin kein Vorteil beim überleben, wohl aber bei der biochemisch definierten Progressionsfreiheit und Fernmetastasen.
In der Subgruppe der Patienten mit einem Gleasonwert von 8 bis 10 zeichnete sich ein überlebensvorteil ab (81 Prozent versus 71 Prozent). Wir freuen uns über diese Ergebnisse denn wir erreichen mit transurethraler Hyperthermie und adjuvanter Hormontherapie für sechs Monate absolut vergleichbare Ergebnisse mit deutlich weniger Nebenwirkungen und besserer Lebensqualität.
Wenn beispielsweise aus einer Biopsie, die wir ebenfalls nur mit Vorbehalt befürworten auf eine Tumorgröße von weniger als einem halben Kubikzentimeter zu schließen sei, wäre eine Operation schon fast eine Körperverletzung. Vor allem aber bei kleinem Tumor, hohem Differenzierungsgrad und niedrigem PSA-Wert deute alles auf ein langsames und geringes Karzinomwachstum hin. Wichtig ist auch das Alter des Patienten. Bei einer Erkrankung, die über Jahrzehnte verlaufen kann, ist es wenig sinnvoll, alte Menschen zu operieren, etwa über 70jährige mit Zusatzerkrankungen. Da können wir mit unserem System sehr nützlicher und hilfreicher sein.

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Zur Bedeutung des PSA-Wertes

Vorsorgeuntersuchungen werden in Europa unterschiedlich gehandhabt. In Deutschland gehört etwa der PSA-Test nicht zum Standardprogramm. Bei vielen europäischen Nachbarn, Italien und England zum Beispiel, aber auch in den USA, gehört die Bestimmung des Prostata-spezifischen Antigens (PSA) für Männer ab 50 zum Standardprogramm der Krebsprävention.
Nicht so in Deutschland, wo pro Jahr etwa 12 000 Männer an den Folgen eines Prostata-Ca sterben. Hier zahlen die Kassen nur die Abtastung der Prostata von rektal mit dem Finger. Eventuell kann sonografiert, eventuell auch ein Kernspintomogramm gemacht werden. Diese Methoden sind nicht zuverlässig, auch die Bildgebenden nicht. Sie erlauben keine sichere Unterscheidung zwischen gut- und bösartigen Veränderungen, weder in Bezug auf die Größe noch auf die Morphologie."

Auch eine lange Fahrradtour erhöht den PSA-Wert

Der PSA-Wert ist kein Tumor-, sondern ein Organmarker, der PSA-Wert kann auch bei gutartigen Prostata Veränderungen oder Entzündungen der Drüse und selbst nach einer längeren Fahrradtour erhöht sein.
Statistisch gibt es bei 100 bis 150 von 1000 älteren Männern, die ihren PSA-Wert bestimmen lassen, falsch-positive Ergebnisse und damit Folgeuntersuchungen wie Gewebeentnahmen. Falsch-negative PSA-Testergebnisse werden bei jedem zehnten Mann mit Prostata-Ca gefunden. Selbst wenn nach PSA-Tests tatsächlich ein Malignom entdeckt wird, wächst es bei der Hälfte bis zwei Drittel der Männer extrem langsam und würde zeitlebens keine Beschwerden verursachen. Die PSA- Bestimmung hätte dann keine therapeutischen Folgen, wenigstens nicht was die konventionelle Therapie anbetrifft. Nun gibt es leider zwar in deutlich geringerer Zahl eine aggressivere Form des Prostatakarzinoms, das sich auch deutlich schlechter behandelt lässt, wenn die Zellen erst einmal gestreut haben. Solchen aggressiven Tumoren, bei denen im Frühstadium eine Heilung möglich ist, gilt natürlich ein besonderer Augenmerk und eine möglichst frühzeitige Erkennung. Da sich aber beide Formen im Untersuchungsmaterial bislang nicht zuverlässig unterscheiden lassen, werden auch Männer operiert, bestrahlt und mit Hormonen therapiert, denen der Tumor nicht geschadet hätte - im Gegensatz zur Therapie, die immer z.T. irreparable Schäden verursacht.
Zurzeit wird der PSA-Test als Krebsvorsorgeuntersuchung gesunder Männer nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Das ist auch richtig, denn nach derzeitiger Datenlage können wir nicht sicher beurteilen, ob der Nutzen des PSA-Tests die möglichen Risiken überwiegt. Es zeichne sich aber in Studien immer mehr ab, dass die individuelle Anstiegsdynamik des PSA-Wertes aussagekräftig und - zusätzlich zur digitalen Untersuchung - sinnvoll sein kann.
Allerdings gibt es viele verschiedene PSA-Tests, die zu unterschiedlichen Ergebnissen führen können. Wir haben derzeit keinen einheitlichen Standard. Wichtig ist es deshalb Patienten vor dem PSA-Test - besonders dann, wenn er gesunden Männern als Selbstzahlerleistung angeboten wird - über die möglichen Konsequenzen des Ergebnisses genau aufzuklären. Zu einer Beratung gehöre auch, eine angemessene Bedenkzeit anzubieten was weiter geschehen soll, wenn der PSA-Wert erhöht ausfällt.

Ist ein PSA-Test ab 50 Jahren generell sinnvoll?

Der PSA-Test zur Früherkennung eines Prostatakarzinoms ist nur dann sinnvoll, wenn sich daraus eine Therapie ergibt von der Patienten mit größter Wahrscheinlichkeit profitierten.
Ein generelles PSA-Screening ist nach unserer Einschätzung noch nicht zu empfehlen, weil sich daraus aus konventioneller Sicht nicht oder selten therapeutische Konsequenzen ergeben, denn eine kontrollierte Studien hat gezeigt, dass eine Prostatektomie keinen überlebensvorteil bringt, So lag in einer kontrollierten Studie aus Schweden mit 700 Patienten mit Prostatakarzinom in den Stadien T1 oder T2, die Sterberate bei den Operierten nach acht Jahren nur mit 4,6% niedriger als bei nicht behandelten" wait and watch" Patienten.
Da die Op. beim Prostatakarzinom schwere Komplikationen haben kann und viele Karzinome zu Lebzeiten gar nicht mehr zu einem Problem führen, ergeben sich aus einer PSA- Bestimmung keine therapeutischen Konsequenzen hinsichtlich Operation oder auch Bestrahlung, wohl aber aus unserer Sicht in Sinne einer Tumorprogressionshemmung bzw. Tumordestruktion mit sanften nicht aggressiven Mitteln wie z.B. Hyperthermie, Hormonmanipulation und Orthomolekularer Medizin bzw. Naturheilverfahren. Es ist deshalb entscheidend, bei positivem PSA-Test und histologischem Nachweis eines Prostata-Ca die Patienten so zu beraten, dass sie nicht kritiklos in eine Operation getrieben werden und das es zur Operation und Bestrahlung Optionen gibt, die weniger invasiv sind und hinsichtlich überlebenszeit durchaus vergleichbar, hinsichtlich Lebensqualität aber besser.

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Hormonhemmer bei Prostatakarzinom lebensverlängernd

Die überlebensdauer bei Prostata-Krebs lässt sich einer Studie zufolge verlängern, wenn der Testosteron-Spiegel gesenkt wird. Das Risiko eines Rückfalls vermindert sich bei einer sechs Monate langen Behandlung um mehr als 40 Prozent, schreiben australische ärzte in der Online-Ausgabe von "The Lancet Oncology". Testosteron bzw. seine Derivate können Prostatakrebszellen zum Wachsen anregen. Die ärzte um Jim Denham von der Universität Newcastle in New South Wales untersuchten die Wirkung dieser Therapie bei fortgeschrittenem, aber lokal begrenztem Prostata-Krebs bei mehr als 800 Patienten. Ein Teil der Männer wurde nur bestrahlt. Die zweite Gruppe erhielt zusätzlich drei Monate lang Goserelin (Zoladex) und Flutamid, die die Bildung von Testosteron, aber auch von östrogenen hemmen. Bei der dritten Gruppe wurde die Therapie auf sechs Monate ausgedehnt.
Mit der drei Monate dauernden Behandlung wurde das Risiko einer erneuten Tumorbildung in der Prostata um 35 Prozent vermindert. Bei der sechsmonatigen Therapie mit den Hormonhemmern reduzierte sich dagegen auch das Risiko für die Bildung von Metastasen. Wir führen seit 1992 bei Prostatakarzinom eine transurethrale Hyperthermie durch in Kombination mit einer kompletten Androgenblockade. Durch die transurethrale Hyperhermie werden die Krebszellen in der Prostata vernichtet und in Apoptose gebracht. Da die Hyperthermie im Gegensatz zur Strahlentherapie das umgebende gesunde Gewebe nicht funktionsunfähig macht, sondern im Gegenteil es aktiviert. Die sterbenden Tumorzellen werden von den einwandernden Immunzellen erkannt und abgebaut, dabei werden Tumorantigene bestimmten Immunzellen so präsentiert, dass sich eine spezifische Immunität ausbilden kann. Durch die gleichzeitig eingeleitete komplette Androgenblockade werden vor allem auch die durch Biopsie und andere mechanische Manipulationen eventuell abgeschwemmten und sich in der Peripherie befindliche Tumorzellen in Apoptose gebracht, da ihnen durch die Blockade der Wachstumsreiz vollständig entzogen wird. Bringt man dann, wie wir dies in unserem integrativen Therapiekonzept tun, noch Naturstoffe wie Artemisinin, Curcumin, Selen und Zink zum Einsatz, lassen sich so elegant vollständige Remissionen bis hin zu "no evidence of disease" erreichen, ohne dass die Patienten sich einer Prostatektomie oder einer Bestrahlung unterziehen müssen. Weder Inkontinenz noch dauerhafte Impotenz treten auf und auch das Risiko einer Operation mit stationären Aufenthalt muss nicht eingegangen werden, also alles in allem eine hoffnungsvolle Alternative auch zur Strahlentherapie mit Hormonentzug. übrigens will jetzt eine Freiburger Forschergruppe die Therapie des Prostatakarzinoms optimieren und raten Sie mal was sie probieren wollen? Die Hyperthermie!! Sie legen in der angestrebten Studie zugrunde was wir schon lange wissen und vorgeschlagen haben, denn entarteten Zellen sprechen besser auf konventionelle Therapie an, wenn das kranke Gewebe zuvor auf 42 Grad Celsius erwärmt wird. Aufgrund der Hyperthermie reagieren die Krebszellen sensibler auf radioaktive Strahlen. In Freiburg soll jetzt gemeinsam mit der Charité in Berlin und mit Hilfe der deutschen Krebshilfe, die dafür immerhin 1,5 Millionen € zur Verfügung stellt diese Studie begonnen werden.

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Bicalutamid (Casodex) verbessert Therapie bei Prostata-Ca

Die adjuvante Therapie mit Anti-Androgen verlängert progressionsfreie Lebenszeit um 27 Prozent das haben Studien mit über 8100 Männern gezeigt. Bei Patienten mit frühen Formen eines Prostatakarzinoms lässt sich das Risiko für eine Progression der Erkrankung durch eine adjuvante Hormontherapie mit Bicalutamid (Casodex) deutlich senken. Dabei profitieren besonders diejenigen Männer mit hohem Progressionsrisiko von dem Anti-Androgen.
Dies geht aus den Fünf-Jahres-Ergebnissen des EPC-Programms (Early Prostate Cancer) hervor. Bei dem EPC-Programm handelt es sich um drei Studien bei 8113 Patienten mit lokal begrenztem oder lokal fortgeschrittenem Prostata-Ca. Evaluiert wird der Nutzen einer adjuvanten Hormontherapie mit Bicalutamid (Casodexü) zusätzlich zu Standardtherapie (Radiotherapie oder radikale Prostatektomie) oder kontrolliertem Beobachten. Die Patienten nehmen einmal täglich entweder 150ümg des nicht-steroidalen Anti-Androgens oder Placebo ein.
Die Daten der Zwischenanalyse, im Schnitt von 5,4 Jahren Therapie, ergaben jetzt folgendes: Zu einem Fortschreiten der Erkrankung ist es bei 20 Prozent der Patienten gekommen, die Casodex (Bicalutamid) regelmäßig eingenommen haben - aber auch nur bei 24 Prozent in der Gruppe - die nichts ( Placebo) eingenommen haben. Dieser Unterschied ist nicht groß und würde eine adjuvante Behandlung nicht rechtfertigen. Schaut man sich aber die Zeiten an, bis das Fortschreiten der Krankheit auftrat, dann sieht man, dass diese progressionsfreie Lebenszeit um 27 Prozent durch die regelmäßige Einnahme von Casodex verlängert werden konnte. Interessant ist auch, dass das Progressionsrisiko bei den Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom deutlicher gesenkt wurde als bei lokal begrenztem Tumor.
Die Analyse der Untergruppen ergab bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem Karzinom eine Verminderung des Progressionsrisikos um 42 Prozent durch die adjuvante Anti-Androgen-Therapie bei Patienten mit Radiotherapie im Vergleich zu Placebo und um 29 Prozent bei Patienten mit Prostatektomie und jetzt höre und staune man, um 47 Prozent bei den Patienten, die weder operiert noch strahlentherapeutisch behandelt wurden. Hieraus kann man sehen, dass die alleinige Therapie mit Casodex besser ist, als wenn man betrahlt oder operiert (Prostatektomie). Die Studie hat aber auch verdeutlicht, dass bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostata-Ca eine Therapie besser ist als nur abzuwarten (24% versus 61% Progressionsrate). Die langfristige überlebenszeit wird durch Biculatamid offenbar nicht verlängert, denn die Patienten mit Bicalutamid (Casodex) überlebten im Beobachtungszeitraum nicht signifikant als die Patienten die nur Placebo erhalten hatten.
Die Indikation für eine adjuvante Bicalutamid-Therapie ist auf jeden Fall bei Patienten mit hohem Progressionsrisiko gegeben. Kriterien dafür sind ein Gleason-Wert von über 7, Lymphknotenmetastasen, ein Tumorstadium über T2, und ein PSA-Ausgangswert von mehr als 20 ng/ml. Mit dem Gleason-Wert werden die Wachstumsmuster des Karzinoms bewertet, wobei die Werte zwischen 2 bei leichter Anaplasie und 10 bei starker Anaplasie liegen.
Der Vorteil von Casodex ist, dass sie im Gegensatz zu anderen Hormontherapien nicht zur Abnahme der Leistungsfähigkeit führt. Knochendichte und Muskelmasse nehmen nicht ab, es tritt keine Anämie auf, und auch das sexuelle Interesse bleibt erhalten. Das war auch der Grund dafür warum wir Casodex in unsere Prostatatherapie aufgenommen haben.

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Intermittierende Chemotherapie bei Prostata-Krebs!

Patienten mit lokal fortgeschrittenem, hormonrefraktärem Prostata-Ca? Wöchentliche Docetaxel-Therapie plus komplementäre Therapie erfolgreich!

Die intermittierende Therapie mit Docetaxel kann den Einstieg in eine palliative Chemotherapie beim lokal fortgeschrittenen, hormonrefraktären Prostatakarzinom erleichtern.
Eine dreiwöchentliche oder wöchentliche Docetaxel-Theapie kann ein Therapie-Ansatz für asymptomatische Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostata-Ca sein, deren PSA-Wert nach einer Hormontherapie wieder steigt. Diese Patienten haben noch keine Zeichen für ein erneutes Tumorwachstum und es sind auch keine Metastasen nachweisbar.

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