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Preiselbeersaft gegen Harnwegsinfektionen

Harnwegsinfektionen stellen eine Gefahr für die Nieren dar. Schätzungen zufolge ist jede zehnte Frau mindestens einmal im Jahr von einer Harnwegsinfektion betroffen, dazu kommen Infektionen, die zwar keine Beschwerden verursachen, aber auch nicht wieder verschwinden. Sie kommen besonders häufig bei Frauen nach den Wechseljahren vor, die weniger Östrogen produzieren, sowie bei Männern mit einer vergrößerten Prostata. Absolut notwendig ist eine Behandlung bei Kindern, Schwangeren und Patienten, die vor einem invasiven Eingriff stehen. Sorgfältig erwogen werden muss sie bei Menschen mit Diabetes mellitus und nach einer Nierentransplantation.

Zur Vorbeugung von Harnwegsinfektionen hat sich Preiselbeersaft bewährt. Die empfohlene Menge liegt bei einem Viertel- bis einem Dreiviertelliter. Der erste Vermerk über den klinischen Nutzen dieses Getränkes stammt aus dem Jahr 1923. Inzwischen hat auch eine finnische Studie die Wirkung belegt.

Die kleinen scharlachroten Beeren sind für die Gesundheit von so großem Wert, dass sie in Norwegen, Schweden und Finnland - wo sie am meisten vorkommen - als „rotes Gold“ geadelt werden. Sie enthalten besonders viel Vitamin A, B und C, außerdem Kalium, Kalzium, Phosphor und Magnesium, andere Inhaltsstoffe haben einen günstigen Einfluss auf Entzündungen.

Es ist wissenschaftlich belegt, dass ein bestimmter darin enthaltener Stoff (Tannin) das Einnisten von Bakterien in die Harnwege oder die Blase erschwert, wo sie die Entzündung verursachen. Damit unterstützen sie den Körper bei der Abwehr bzw. dem Ausschwemmen der Erreger (zur Erinnerung: viel Trinken bei Blasenentzündung!). Cranberries sind weniger herbe Varianten. Preiselbeer-Saft wirkt wie ein Antibiotikum: Die Preiselbeeren hemmen auch die Bildung und das Wachstum von bösartigen Zellen.

Zur Vorbeugung vor weiteren Harnwegsinfektionen kann auch der Laktobazillus über die Scheide verabreicht werden.

Frauen, die sich rein vegetarisch ernähren, neigen wegen des basischen Urins mehr zu Harnwegsinfektionen als Frauen, die Mischkost zu sich nehmen. Für Vegetarierinnen kann es daher angebracht sein, Aminosäuretabletten einzunehmen, durch die der Harn angesäuert wird.



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