Resveratrol: ein Pflanzenstoff, der das Leben verlängern kann
Kürzlich wurde man aufgrund einer Publikation wieder einmal auf den sekundären Pflanzenstoff Resveratrol aufmerksam. Es konnte gezeigt werden, dass dieser Extrakt aus Weintrauben die Lebensspanne von Hefen um 70% verlängert.
Die Studie erregte so viel öffentliches Interesse, weil gezeigt werden konnte, dass Resveratrol das Langlebigkeits-Gen (longevity gene) aktiviert, das sonst nur während einer Kalorienrestriktion, also beim Hungern, exprimiert wird. Bekanntlich konnte ja sowohl bei Mäusen, als auch bei Ratten und anderen Säugetieren nachgewiesen werden, dass Kalorienbegrenzung die Lebenserwartung verlängert. Es wird daher angenommen, dass es erstmalig möglich ist, dieses Gen zu aktivieren, und zwar durch die regelmäßige Einnahme einer Pille. So kann man in den Genuss einer Lebensverlängerung zu kommen - auch ohne Kalorienrestriktion.
Zwar ist klar, dass Hefen verglichen mit Mäusen, Ratten und Menschen weit unten in der Evolutionsleiter stehen und Menschen eine komplexere Variante des Langlebigkeits- Gens haben. Dennoch sind die Ergebnisse der Hefestudie hoch signifikant.
Resveratrol wurde schon sehr ausführlich untersucht, da es ja bereits seit Jahrhunderten vom Menschen im Wein und in Phytotherapeutika konsumiert wurde. Wissenschaftliche Studien belegen eine gute Wirkung gegen kardiovaskuläre Erkrankungen, Krebs, entzündliche Erkrankungen und eine Reihe anderer altersbedingter Erkrankungen.
Die höchste Konzentration von Resveratrol findet man im Wein. Weingenuss in moderater Menge kann gesundheitsfördernd sein. Dennoch ist Wein nicht der beste Weg, um sich mit ausreichend Resveratrol zu versorgen, da erstens die Trauben unterschiedliche Mengen enthalten und beim Keltern in vielen Fällen Resveratrol sogar ganz verloren geht. Der beste Weg ist die Einnahme eines standardisierten Nahrungsergänzungsprodukt (z.B. Resvaratrol von Euro-Nutrador B.V.).
Der Effekt und die Bioverfügbarkeit von Resveratrol kann durch die Ergänzung mit anderen Polyphenolen, Proanthocyanidinen, Anthocyandine, Flavoiden etc. noch gesteigert werden. Das Geheimnis, warum die Franzosen so fettreich essen können und dennoch gesund alt werden („französisches Paradoxon“) liegt an ihrem hohen Resveratrol Konsum im roten Wein. Aber nicht nur im Wein bzw. Weintrauben wird es gefunden, sondern auch in Pinien, Erdnüssen und anderen Pflanzen. Eine dieser Pflanzen (Polygonnum cuspidatum) ist eine ständige Beigabe in der traditionellen chinesischen Medizin und wird für Leber und Herz-Kreislauferkrankungen empfohlen.
Resveratrol selbst wird aufgrund seiner Struktur als Polyphenol klassifiziert. Die Polyphenole stellen eine große Stoffgruppe in Pflanzen dar, die weiter in Flavonoide, Proanthocyandine u.a.m. unterteilt werden.






