Sulforaphan in Brokkoli wirkt schützend vor COPD
Eine in Brokkoli enthaltene Substanz dürfte die Schäden limitieren, die zu einer ernsthaften Lungenerkrankung führen können. Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) wird häufig durch Rauchen verursacht. Allein in Großbritannien sterben rund 30.000 Menschen jährlich an dieser Krankheit. Wissenschaftler der Johns Hopkins School of Medicine haben nachgewiesen, dass Sulforaphan die Aktivität des Gens NRF2 in menschlichen Lungenzellen erhöht. Dadurch werden die Zellen vor Schädigungen durch Toxine geschützt. Details der aktuellen Studie wurden im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine veröffentlicht.
Jetzt wurde eine deutlich geringere Aktivität des Gens NRF2 bei Rauchern mit einer fortgeschrittenen chronisch obstruktiven Lungenerkrankung nachgewiesen. Dieses Gen soll für das Auslösen verschiedener Mechanismen zur Entfernung von Toxinen und Schadstoffen verantwortlich sein, die die Zellen schädigen können. Frühere Studien mit Mäusen hatten gezeigt, dass eine Störung des Gens zu einem frühen Einsetzen von schweren Emphysemen führte. Dabei handelt es sich um einen Teil des Krankheitsbildes von COPD, der den Betroffenen besonders zu schaffen macht. Die Erhöhung der Aktivität des Gens sollte zu wirksamen Behandlungsansätzen führen, die auch das Fortschreiten der Krankheit verhindern können.
Die aktuelle Studie wies nach, dass Sulforaphan in der Lage war, die verringerten NRF2- Werte in Zellen wiederherzustellen, die mit Zigarettenrauch in Kontakt gekommen waren. Der gleiche Brokkoli-Bestandteil schützt laut neuen Studien auch gegen die durch Diabetes verursachte Schädigung der Blutgefäße. Kreuzblütengewächse wie Brokkoli wurden ebenfalls mit einem verringerten Risiko eines Herzanfalls und eines Schlaganfalls in Zusammenhang gebracht.
Ein weiterer sekundärer Pflanzenstoff, den wir im Brokkoli oder auch anderen Kohlsorten finden, ist das Indol-3 Carbinol. Es hat ebenfalls ein breites Spektrum von positiven Wirkungen, die ich auch in meinem Buch: „Nährstoffe: Bausteine für ein gesundes Leben“ im Ratgeberverlag ausführlich besprochen habe. So kann I3C, das ist die Abkürzung für Indol-3-Carbinol, das Risiko an Darmtumoren zu erkranken, um die Hälfte senken. Außerdem hat I3C starke antioxidative Wirkung.
Das sind weitere Hinweise darauf, wie wichtig regelmäßiger Gemüseverzehr für uns ist und wie wichtig es daher auch für mich war, oben genanntes Buch für sie zu schreiben.






