Komplementärmedizin bei Patienten gefragt
Krebspatienten vertrauen vor allem auf Mistelpräparate und Vitamine. Mehr als jeder zweite Krebspatient nutzt auch Komponenten der Komplementärmedizin, vor allem Mistelextrakte. Unter anderen die Blätter der Mistel liefern den Extrakt. Einer aktuellen deutschen Studie mit mehr als 1000 Krebspatienten zufolge - fast ein Drittel hatte Brustkrebs - sind Mistelpräparate, Vitamine, Spurenelemente und Elektrolyte die beliebtesten Präparate der komplementären Medizin. Am häufigsten nutzen Frauen mit Brustkrebs die Komplementärmedizin. Wie zur Misteltherapie gibt es auch zur zusätzlichen Therapie mit Vitamin- und Spurenelement-Gemischen. Hinweise aus ersten klinischen Studien bestätigen, dass damit chemotherapiebedingte Mangelzustände ausgeglichen werden können.
Das Interesse an Komplementärmedizin ist auch international groß. So wurde beim US-Krebs-Kongress ASCO etwa eine Studie vorgestellt, in der bei fast jedem vierten Krebspatienten durch die zusätzliche Therapie mit Ginseng Fatigue mäßig bis stark gelindert wurde. Auch zur zusätzlichen Therapie mit Leinsamen wurden Daten präsentiert: Beim Prostata-Carcinom wurde das Tumorzellwachstum im Vergleich zu Patienten der Placebo-Gruppe um 40 Prozent verringert.






