Stoffwechsel von Tumorzellen hemmt die Immunabwehr
Laktatproduzierende Krebszellen beeinträchtigen die Funktion von T-Lymphozyten
Aktuelle Forschungen konnten eine Beeinträchtigung von Immunzellen durch Milchsäure(Laktat) produzierende Tumorzellen belegen. Da die meisten Krebszellen Glucose anaerob d.h. ohne Sauerstoff verstoffwechseln, kommt es in Tumorzellen zu einer erhöhten Bildung von Milchsäure bzw. Laktat. Das Krebsgewebe hat daher einen Säuremantel, der es vor immunologischen Angriffen schützt. Ein Eingriff in den Stoffwechsel von Tumorzellen könnte somit die Immunantwort positiv beeinflussen. Ein jüngst entdecktes Enzym, das die Laktatbildung fördert, ist das TKTL1. Je höher die Aktivität dieses Enzyms, desto bösartiger ist der Tumor. Jeder Tumorpatient kann sein TKTL1 bestimmen lassen und hat damit nicht nur Hinweis auf sein Risiko, sondern auch noch wie wichtig eine zuckerfreie Diät sein könnte.
Betroffen von der hemmenden Wirkung des Laktats durch den Tumorstoffwechsel ist eine Gruppe der weißen Blutkörperchen, die T-Lymphozyten, welche in großem Maße an der Immunreaktion des Körpers beteiligt sind. Zu den T-Lymphozyten zählen unter anderem zytotoxische Zellen, auch T-Killerzellen genannt. Durch die Bildung spezieller Eiweiße (Zytokine) sind diese normalerweise in der Lage, Krankheitserreger und andere schädigende Zellen über verschiedene Wege zu zerstören.
Obwohl die T-Lymphozyten Krebszellen als körperfremd erkennen, an diese andocken und deren Zerstörung einleiten, ist häufig kein Einfluss der T-Zellen auf das Tumorwachstum feststellbar. Als Ursache hierfür wird die hohe Laktatproduktion bestimmter Tumorzellen gesehen, denn wie schon betont entsteht Milchsäure beim Abbau von Glucose in Abwesenheit von Sauerstoff. Dieser Vorgang wird auch als Vergärung bezeichnet. Diese Stoffwechselform weisen jedoch nicht alle, aber viele Krebszellen auf.
Laktat unterdrückt die Vermehrung und Zytokinproduktion von T-Lymphozyten um bis zu 95 Prozent und führt bis zu einer 50%igen Abnahme ihres zellzerstörenden Potentials. Ferner bewirkt ein hoher Laktatspiegel in der Tumorumgebung, dass die weißen Blutkörperchen eigene Stoffwechsel-Endprodukte in Form von Milchsäure nicht mehr ausschleusen können, was zu einer zusätzlichen Beeinträchtigung ihrer Funktion führt.
Bei Unterdrückung der Laktatproduktion in Krebsgewebe mittels eines speziell entwickelten Hemmstoffes zeigte sich kein beeinträchtigender Effekt auf die T-Zellen. Die Studienbefunde deuten darauf hin, dass eine gezielte Beeinflussung der Stoffwechselwege von Krebszellen eine viel versprechende Strategie zur Förderung der Immunantwort gegen Tumore sein könnte. Wir verordnen daher unsern Tumorpatienten rechtsdrehende Milchsäure (z.B. RMS Asconex), dadurch wird die linksdrehende Milchsäure des Tumors neutralisiert und der Säuremantel aufgehoben. Man muss RMS-Asconex konsequent einnehmen, dann kommt es meist nach 35 Tagen zu einer Entsäuerung und damit erhöhten Angreifbarkeit des Tumors.
Literatur:
(1) Kreutz, M., Fischer, K. et al: Inhibitory Effekt Of Tumor Cell Derived Lactic Acid On Human T Cells. Blood First Edition Paper, 200






