Diät und Bewegung können Brustkrebs verhindern helfen
Frauen, die schlank und körperlich aktiv sind, erkranken seltener an Brustkrebs. Und bereits erkrankte Frauen, die auf ihr Gewicht achten und sich regelmäßig bewegen, haben größere Chancen, wieder gesund zu werden.
Regelmäßige Bewegung ist Prophylaxe und Therapie gleichermaßen. Wir wissen seit Menschengedenken, dass körperliche Aktivität unser Befinden verbessert. Aber wir wissen erst seit einigen Jahren, dass Bewegung unser hormonelles System beeinflusst. Ein Zuviel an Hormonen wie dem Insulin, das auch bei Diabetes eine maßgebliche Rolle spielt, kann sowohl die Krebsentstehung begünstigen als auch das Krebswachstum fördern. Zum Beispiel steigert häufiger Genuss von Süßigkeiten die körpereigene Produktion von Insulin und so genannten Insulin-Wachstumsfaktoren und erhöht damit das Risiko, Brustkrebs zu bekommen – bei stark übergewichtigen Frauen sogar um das Doppelte.
Eine Diät allein, das haben verschiedene Studien belegt, reicht zur Risikoreduktion nicht aus. Erst die Kombination aus regelmäßiger körperlicher Aktivität und begrenzter Kalorienzufuhr senkt den Blutzuckerspiegel und damit auch die Brustkrebsgefahr nachhaltig. Brustkrebs-Spezialisten empfehlen, fünf Mal wöchentlich für mindestens 30 Minuten aktiv zu werden. Man muss keinen Leistungssport betreiben. Zügiges Gehen ist sehr wirksam; aber auch schon Gartenpflege und die Arbeit im Haushalt haben ihren Effekt. Beim Essen ist es neuen Studien zu Folge unerheblich, ob Fette, Ballaststoffe oder Eiweiß eingespart werden – Hauptsache, die Kalorienzufuhr wird überhaupt begrenzt.
Bei bereits erkrankten Frauen hat der Lebensstil Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung. Weniger Essen und regelmäßige Bewegung können die Krebssterblichkeit und das Risiko, dass der Krebs nach erfolgreicher Behandlung wieder zurück kommt, um die Hälfte reduzieren. Damit hat eine gesunde Lebensführung praktisch die gleiche Wirksamkeit wie die modernen medikamentösen Behandlungsverfahren.






