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Bei Prostata-Ca gewinnt die Strahlentherapie an Bedeutung

Stahl oder Strahl bei Männern mit Prostata-Karzinom? Das ist häufig die einzige Alternative die Tumor Patienten angeboten wird. Weitere Alternativen werden nicht genannt oder verschwiegen, da jeder natürlich die Therapie favorisiert, die er selbst durchführen kann. Für viele Männer im Frühstadium der Erkrankung gibt es aber gleichwertige Alternativen z.B. die transurethrale Hyperthermie plus Hormontherapie. Auch die Strahlentherapie ist inzwischen eine bessere Alternative zur Operation, besonders wenn sie mit Casodex kombiniert wird, das belegen Langzeitdaten (siehe Bicutalamid hilft bei Prostata-Ca).
Die Daten zeigen, dass die radikale Prostatektomie und die Strahlentherapie für Patienten im frühen Stadium eines Prostatakarzinoms zu ähnlichen Ergebnisse führen, die aber nicht wesentlich besser sind als jene die durch Abwarten erzielt werden.

Weil sich diese Erkenntnisse immer mehr durchsetzen, wird die Strahlentherapie auch immer häufiger als erste Option angeboten. Bei der Hyperthermie und Hormontherapie liegen die Ergebnisse im gleichen Bereich, aber mit deutlich weniger Risiko. Die Bestrahlung der Prostata erhöht Rektum-Ca-Risiko. Männer, bei denen die Prostata wegen eines Karzinoms bestrahlt worden ist, haben ein erhöhtes Risiko, ein Rektumkarzinom zu bekommen. Im Vergleich zu Männern, die wegen Prostatakrebs operiert worden sind, ist das Risiko für das Zweitkarzinom nach Strahlentherapie fast doppelt so hoch.
Das hat eine retrospektive Studie an der Universität von Minnesota ergeben, die in der Aprilausgabe der Fachzeitschrift "Gastroenterology" veröffentlicht wird. Analysiert wurden Daten von mehr als 85 000 Patienten mit Prostatakrebs; 30 500 wurden bestrahlt. Männer, die bestrahlt wurden, sollten regelmäßig auf ein Rektumkarzinom untersucht werden, beginnend fünf Jahre nach der Bestrahlung.
Da man sich heute aber überlegen kann, ob man sich überhaupt operieren oder bestrahlen lassen sollte, kann man solchen Komplikationen aus dem Wege gehen. Wurde vor fünf Jahren noch bei 75 bis 85 Prozent der Männer im Krebs-Frühstadium die Prostata entfernt, so geschieht dies heute noch bei etwa zwei Dritteln. Selbst darauf könnte verzichtet werden, wenn das eingesetzt wird, was wir heute wissen.



 

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