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Lässt sich kein Prostata-Tumor finden, sorgen PET/CT und Spectroskopie für Klarheit

Positronen-Emissions- plus Computertomographie ist wesentlich sensitiver als CT und Szintigraphie zur Auffindung von Rezidiven bei Prostataca. Mit CT und Szintigraphie ist bei manchen Männern mit Verdacht auf Prostata-Ca oder Tumorrezidiv kein Tumor lokalisierbar. Für sie kommt ein Cholin-PET/CT infrage.

Doch die Positronen-Emissionstomographie plus Computertomographie (PET/CT) wird von der GKV in der ambulanten Diagnostik bisher nicht erstattet. Stattdessen bleibt Männern mit Prostata-Ca oft nichts anderes übrig, als zu warten, bis Tumor oder Metastasen so groß sind, dass sie mit herkömmlichen Verfahren erfasst werden können. Steigt etwa der PSA-Wert nach einer Prostata-Karzinom-Operation wieder an, besteht Verdacht auf ein Rezidiv. Mit CT kann man einen Tumor in der operierten Region jedoch oft nicht erkennen, weil diese durch Narben verändert ist. Auch ein Lymphknotenbefall kann damit häufig erst sehr spät nachgewiesen werden, da Lymphknoten unter einem Durchmesser von 10 mm als unauffällig gelten. Mit der Skelett-Szintigraphie kann man Knochen-Metastasen erst ab einer Größe von etwa 12 bis 15 mm nachweisen, mit dem Cholin-PET dagegen bereits ab 3 mm. Bei Metastasen wird, wie wir bereits ausgeführt haben, eine andere Therapie angewendet als bei einem Lokalrezidiv. Aber auch bei einem Lokalrezidiv muss man genau wissen, wo es liegt. Wird mit CT und Szintigraphie nichts gefunden, wird heute immer noch einfach blind die Op-Region bestrahlt. Man glaubt es kaum, aber das ist immer noch gängige Praxis. Eine genaue Tumor-Ortung mit PET/CT ermöglicht jedoch eine gezielte Therapie - mit weniger Risiken.

Von der PET/CT profitieren auch unbehandelte Männer mit hochmalignen Tumoren (Gleason-Wert über 6) und PSA-Werten über 10 ng/ml. Solche Männer haben ein hohes Risiko für Metastasen - die sich im PET/CT gut nachweisen lassen. Und es gibt Männer, bei denen bioptisch trotz hoher PSA-Werte kein Tumor gefunden wird. Bei ihnen wird bisher gewartet, bis der Tumor mit klassischen Verfahren nachweisbar ist. Eine PET/CT kann dagegen sofort Klarheit schaffen. Insgesamt ist der Anteil von Prostata-Ca-Patienten, denen die PET/CT nützt, etwa 10 bis 15 Prozent. Die Diagnose kann verbessert werden, wenn man gleichzeitig zirkulierende Krebszellen im Blut bestimmt.

Die Kosten für das PETScan-Verfahren liegen bei etwa 1000 bis 1300 Euro. Es ist aber davon auszugehen das ähnlich wie bei einer Studie mit 200 Bronchial-Ca-Patienten die PET/CT jedoch deshalb günstiger ist als die CT alleine, da Mehrfachuntersuchungen vermieden werden können und gleich die richtige Therapieentscheidung getroffen werden kann.



 

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