Adjuvante Radiotherapie: Welcher Patient mit Prostatakarzinom profitiert?
Die Organisation for Research and Treatment of Cancer (EORTC) hat eine Phase-III-Studie mit 22.911 Patienten mit Prostatakarzinom in einem randomisierten Ansatz durchgeführt, um die Effektivität einer adjuvanten postoperativen Bestrahlung nach Prostatektomie im Vergleich zu einem abwartenden Verhalten (wait and see) zu untersuchten. Das heißt, man wollte sehen, ob eine zusätzliche Strahlentherapie nach der Entfernung der Prostata sinnvoll ist und zu einer Verbesserung der Überlebenszeit führt.
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Dabei stellte sich heraus, dass Patienten, bei denen ein positiver Resektionsrand gefunden wurde, von der Therapie profitieren. Bei Patienten, bei denen im Gesunden operiert wurde, ist eine Strahlentherapie nicht nötig, da sie keinen positiven Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung nimmt.
Schaut man das Ergebnis kritisch an (Abb.1), dann gibt es keinen Unterschied zwischen wait and see, und dass eine Operation dann gefährlich ist und zu einer Verkürzung der Überlebenszeit führt, wenn man nicht bestrahlt. Also ein erneuter Hinweis, dass man einer Operation gegenüber kritisch sein sollte, weil sie nicht nur nichts nützt, sondern die Situation und den Verlauf verschlechtern kann und das schlechte Ergebnisse nur durch eine zweite Maßnahme, nämlich eine Nebenwirkung behaftete Therapie wie Bestrahlung, wieder gerettet werden kann, um zu Ergebnissen wie wait and see zurückzukehren.







