Bestrahlung der Prostata erhöht Rektum-Ca-Risiko
Männer, bei denen die Prostata wegen eines Karzinoms bestrahlt wurde, haben ein erhöhtes Risiko, ein Rektumkarzinom zu bekommen. Im Vergleich zu Männern, die wegen Prostatakrebs operiert worden sind, aber keine Strahlentherapie erhielten, ist das Risiko für das Zweitkarzinom nach Strahlentherapie fast doppelt so hoch.
Das hat eine retrospektive Studie an der Universität von Minnesota ergeben, die in der Fachzeitschrift "Gastroenterology" veröffentlicht wurde. Analysiert wurden Daten von mehr als 85.000 Patienten mit Prostatakrebs, 30.500 wurden bestrahlt. Kommentar der Studienleiterin Dr. Nancy Baxter: „Männer, die bestrahlt wurden, sollten regelmäßig auf ein Rektumkarzinom untersucht werden, beginnend fünf Jahre nach der Bestrahlung!“ Also möglichst zurückhalten mit Strahlentherapie bei Prostata-Ca.
Literatur:
1. Bolla M et al. Lancet 2005;366:572-8.
2. Collette L et al. Eur J Cancer 2005;41:2662-72.
3. Strahlenther Onkol 2008;10:550-1.]






