Botulinum-Toxin-Injektion statt Operation bei Prostataleiden
Obwohl bis zu 60 % aller Männer ab dem 50. Lebensjahr an einer Vergrößerung der Vorsteherdrüse, also der Prostata leiden, ist dieses Männerorgan immer noch ein Tabuthema. Die eben beschriebene Erkrankung nennt man "Benigne Prostatahyperplasie" (BPH), was nichts anderes heißt als „gutartige Prostatavergrößerung“. Die Forschung ist bei diesem Thema auch sehr aktiv: So wurden jetzt in einer Studie 30 Männer mit dem Nervengift Botulinumtoxin behandelt, das als Botox gegen Falten bekannt ist.
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Studie zeigt positive Wirkung auf Prostata und Harnfluss
Und siehe da, die Prostata dieser Männer verkleinerte sich deutlich, der Harnfluss verbesserte sich wieder und auch das Restharnvolumen, also der Urin, der nach dem Wasserlassen in der Blase verbleibt, nahm deutlich ab. Wir führen diese Behandlung in geeigneten Fällen seit Beginn des Jahres mit bisher gutem Erfolg durch. Studien weltweit bestätigen, dass hier eine wirksame Therapie zur Verfügung steht.
Seit Jahren führen wir erfolgreich die transurthrale Thermotherapie bei der BPH durch und freuen uns darüber, dass wir jetzt eine weitere Therapieoption haben, die den Männern hilft, dieses lästigen Leiden auch ohne Operation los zu werden. Die Gabe von Botulinumtoxin (Botox) bei einer benignen Prostatahyperplasie (gutartige Prostatavergrößerung) lindert nur die Symptome, die Ursache der Erkrankung wird dadurch nicht behandelt. Das von uns schon seit Jahren für Prostatapatienten empfohlene Gesundheitsprogramm kann aber den Therapieerfolg sichern, wenn man unser speziell für die Prostata entwickeltes Gesundheitsprogramm langfristig anwendet und durchführt, um dem Wiederautreten der Symptome vorzubeugen ( siehe Ernährungs- und Therapieempfehlung für eine lang anhaltende Prostatagesundheit).
Unsere bisherige Erfahrung mit der direkten Anwendung von Botox direkt in die Prostata appliziert zeigten eine Linderung in mehr als der Hälfte der Fälle, alle aber bestätigen umgehend die Besserung der Lebensqualität. Gefürchtete Nebenwirkungen wie Impotenz und Inkontinenz traten nicht auf. Botox hemmt bestimmte Strukturen, die für die Kontraktion der Muskeln wichtig sind. Durch die Blockierung erschlaffen die Muskeln und der Harndrang sowie die Restharnbildung kann dadurch vemindert werden. Unter dem Aspekt einer langfristigen Besserung der Beschwerden ist auch eine Kombination mit transurthraler Hyperthermie möglich. Die Ergebnisse unserer ersten Anwendungen sind ermutigend und zeigen, dass Botox eine einfache, sichere und effektive Behandlung mit Langzeitwirkung ist.







